1945

HENNING ØRSBERG ERMORDET

Henning Ørsberg mit Baby auf dem Arm.

Henning Ørsberg ist junger Familienvater und Arzt im Krankenhaus von Odense, der drittgrößten Stadt Dänemarks. Sein Land ist seit fünf Jahren von den deutschen Nationalsozialist:innen besetzt. Die dänische Widerstandsbewegung kämpft dagegen an – und die berüchtigte Petergruppe, die aus SS-Männern und Kollaborateuren besteht, rächt sich dafür an der Bevölkerung. Henning ist nicht für seine widerständische Haltung bekannt und steht auf keiner Liste, die Täter kennen nicht einmal seinen Namen. Im Alter von nur 29 Jahren wird er im Februar 1945 zum Opfer nationalsozialistischer Willkür.

Vorschau

26. Mai 1915

Therese Keck am Tag ihrer Taufe im Jahr 1887.

Am 26. Mai 1915 wird Henning Ørsberg in Frederiksberg bei Kopenhagen als Sohn von Peter Martin Ørsberg und Agnes Ørsberg geboren. Sein Vater ist ein Kaufmann. Als Henning 13 Jahre alt ist, bekommt er eine kleine Schwester, Inger.

1932

Therese Keck, Portrait um 1916.

Henning ist Schüler am Frederiksberg Gymnasium. Er spielt leidenschaftlich gerne Tennis für seinen Verein Kjøbenhavns Boldklub und gewinnt drei Jugend-Landesmeisterschaften. Seine Mitspieler:innen beschreiben ihn als guten Freund und lebensfrohen Menschen, der sich viel für den Verein engagiert. Nach seinem Schulabschluss beginnt er, Medizin zu studieren.

1939

Das Fröbelhaus in Hamburg im Jahr 1904.

Als Henning 24 Jahre alt ist, beginnt mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. 

März 1940

Therese und Heinrich Schubert an ihrem Hochzeitstag 1920.

Henning meldet sich freiwillig für den Einsatz im sogenannten Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion. Einige junge Dänen wollen die finnische Armee unterstützen, doch es kommt zum Waffenstillstand, ehe sie tatsächlich eingesetzt werden. Als Dank für ihre Bereitschaft erhalten sie ein Ehrenabzeichen.

9. April 1940

Therese Schuberts Sühne Jürgen (l.) und Theo (r.) um 1930.

Kurz nach 4 Uhr morgens am 9. April 1940: Deutsche Truppen überqueren die Grenze zum Nachbarland Dänemark. Gleichzeitig setzt die Marine Soldaten an mehreren Stellen in der Region Seeland und an zentralen Punkten wie Brücken ab. Um 6:30 Uhr wird der Flughafen in Aalborg besetzt. Der Tarnname für den Angriff auf Dänemark lautet “Unternehmen Weserübung”.

Das dänische Militär ist völlig überrumpelt. Den 4.000 dänischen Soldaten stehen zehnmal so viele deutsche gegenüber. Nur im Süden Jütlands, unmittelbar an der Grenze zu Deutschland, können sie Widerstand leisten. Doch bereits am Vormittag wird die Kapitulation der dänischen Regierung und des Königs Christian X. öffentlich. Sie wollen Tote und Verletzte sowie Zerstörung angesichts der starken Unterlegenheit vermeiden. Viele Däninnen:Dänen wachen an diesem Tag in einem besetzten Land auf, ohne einen einzigen Schuss gehört zu haben. Sie sind geschockt darüber, wie leicht ihre Heimat eingenommen werden konnte, doch dankbar dafür, dass sie ihren Alltag weitgehend wie gewohnt fortsetzen können. Bei einigen regt sich jedoch auch große Wut über die Kapitulation.

1941

Die Ilmenau fließt mitten durch die Stadt Lüneburg, Fotografie von ca. 1930.

Henning schließt sein Medizinstudium 1941 ab. Am 2. August 1941 heiratet er die gleichaltrige Gudrun Hansen aus Süddänemark. Er arbeitet in den folgenden Jahren an unterschiedlichen Orten, unter anderem im Bispebjerg Krankenhaus, in der Psychiatrie von Oringe/Vordingborg, in der chirurgischen Abteilung des Zentralkrankenhauses in Randers und im Tuberkulose-Krankenhaus in Aarup. Ab und zu schaut er noch bei seinem Tennisklub in Kopenhagen vorbei, wo er mit seiner kräftigen Stimme anfeuert und auch beim Kricket und Bridge anzutreffen ist. Henning und Gudrun werden in dieser Zeit Eltern von zwei Kindern: Peter und Marianne. Peter verstirbt jedoch früh.

Sommer 1943

Das Wohnhaus von Christine Keck, Therese Schubert und Frieda Maack im Jahr 2024. Es ist heute denkmalgeschützt.

Im Sommer 1943 verändert sich die Stimmung gegenüber den deutschen Besatzer:innen. Die Entwicklung auf den Schlachtfeldern in Osteuropa und am Mittelmeer lässt viele Däninnen:Dänen auf eine baldige Niederlage Nazi-Deutschlands hoffen. Insbesondere der Bruch der Allianz mit Italien gibt dem dänischen Widerstand Antrieb. Im Juli 1943 nehmen Sabotageakte stark zu, im Durchschnitt werden jeden Tag drei begangen. Sie richten sich gegen Betriebe, die für die Besatzungsmacht arbeiten oder sie beliefern, und immer häufiger auch gegen Züge, die Güter nach Deutschland liefern.

28. Juli 1943

Gebäude des Sanatorium Ginsterhof in den 1930er Jahren.

In der Stahlschiffswerft von Odense liegt ein deutsches Minenschiff. Dort wird es von Agenten der britischen Geheimorganisation Special Operation Executive (SOE) sabotiert, die den dänischen Widerstand unterstützen. Daraufhin platzieren die Deutschen bewaffnete Wachposten in der Werft. Die dänischen Werftarbeiter wehren sich dagegen und streiken. Der Streik breitet sich weit über die Werft in Odense hinweg aus, bis sich insgesamt etwa 3.000 Arbeiter:innen beteiligen. Am 5. August endet der Streik mit einem Sieg für die Streikenden. Er wird richtungsweisend sein. Wie ein Lauffeuer verbreiten sich Streiks und Proteste in Dänemark von Ort zu Ort als Mittel der Wahl gegen unterdrückende Maßnahmen der Besatzungsmacht, wie zum Beispiel Ausgangssperren.

28. August 1943

Die Unruhen gegen die deutschen Besatzer:innen in Dänemark spitzen sich im August 1943 zu. In Odense wird ein deutscher Offizier beinahe getötet. Deutschland stellt der dänischen Regierung am 28. August sechs Forderungen, darunter:  Auf Sabotageakte und jede Mitwirkung daran sowie Angriffe auf das deutsche Militär und den Besitz von Schusswaffen oder Sprengstoff soll ab dem 1. September 1943 unverzüglich die Todesstrafe stehen. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits fünf dänische Widerständler nach deutschem Kriegsrecht zum Tode verurteilt worden, für vier von ihnen konnte die dänische Regierung jedoch eine Begnadigung erreichen. Der fünfte, Poul Kjær Sørensen, wird am 28. August 1943 als erster Däne von den deutschen Besatzer:innen hingerichtet.

Einweisung und Behandlung in Psychiatrien
in der NS-Zeit

In den 1930er Jahren entwickelten sich international neue Behandlungsmethoden für psychische Erkrankungen. Zuvor waren hauptsächlich betäubende Medikamente (Sedativa und Narkotika) sowie Therapien mit Wasser (wie in der bekannten Kneipp-Medizin) und Arbeitstherapie eingesetzt worden. An ihre Stelle traten in kurzer Zeit stark invasive und lebensbedrohliche Schocktherapien. Hierbei wurden den Patient:innen Medikamente wie Insulin oder Cardiazol verabreicht, um Krampfanfälle auszulösen. Mit dem gleichen Ziel wurden Elektroschocks eingesetzt.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialist:innen und insbesondere nach Kriegsbeginn veränderten sich auch die Einweisungen und Entlassungen. Obwohl die Psychiatrien landesweit als überfüllt galten, wurden immer mehr Menschen auf Antrag von Behörden in geschlossene Anstalten eingewiesen. Einmal im System der psychiatrischen Anstalten gefangen, war es in der NS-Zeit sehr schwierig, wieder entlassen zu werden.

Von dieser Radikalisierung der Einweisungen waren überproportional viele Frauen betroffen. Sie wurden doppelt so häufig „wegen Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ zwangseingewiesen wie Männer. Dabei wurden häufig ihre Sexualität, ihre Arbeitsfähigkeit oder ihr Arbeitswille thematisiert. Armutsbetroffene Frauen wurden schnell als “asoziale Psychopathinnen” deklariert. Doch auch Frauen aus bessergestellten Familien, die ihrer zugeschriebenen Rolle als Ehefrau und Mutter aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht mehr nachkommen konnten, wurden auffällig oft eingewiesen.

29. August 1943

Auszug aus Therese Schuberts Patientenakte.

Die dänische Regierung lehnt die Forderungen ab und die Reaktion der Deutschen folgt sofort: Um 4 Uhr morgens wird das dänische Militär entwaffnet. Es herrscht offiziell der militärische Ausnahmezustand und die Herrschaftsgewalt liegt bei der deutschen Militärverwaltung. Die Zeit der Samarbejdspolitik ist vorbei.

2. Oktober 1943

Die Anzeige der Klinik in Uelsby an den Amtsarzt betreffend Therese Schubert.

Auf das Drängen des neuen Reichsbevollmächtigten Werner Best sollen in der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1943 alle Jüdinnen:Juden aus Dänemark ins KZ Theresienstadt deportiert werden. Doch die dänisch-jüdische Bevölkerung wird rechtzeitig gewarnt. Bei den nächtlichen Razzien gehen die Trupps aus deutschen Polizisten und Gestapobeamten sowie dänischen SS-Leuten und Hilfspolizisten vergleichsweise mild vor. Sie brechen auf Befehl von Werner Best beispielsweise keine Türen auf.  Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Jüdinnen:Juden bereits untergetaucht. Hilfsbereite Nachbar:innen nehmen sie auf oder stellen Ferienhäuser zur Verfügung. Es sind auch lokale Fischer, die die Flüchtenden in ihren Booten nach Schweden bringen. Sie verlangen dafür jedoch hohe Geldsummen oder Wertgegenstände. Am Ende werden 477 Jüdinnen:Juden tatsächlich deportiert, während 7.000 bis 8.000 die Flucht über das Meer nach Schweden gelingt. Von den im KZ inhaftierten Jüdinnen:Juden überleben bis auf 50 alle die Zeit der NS-Herrschaft.

Eugenik

Schaubild von 1920 zur populären Erzählung über Kinderzahlen mit Unterscheidung von “Minderwertigen” und der “gesunden Bevölkerung”.
Schaubild von 1920 zur populären Erzählung über Kinderzahlen mit Unterscheidung von “Minderwertigen” und der “gesunden Bevölkerung”.

Eugenik ist der Name der Pseudowissenschaft, die die Nationalsozialist:innen als Grundlage für den von ihnen verübten Massenmord sowie für Zwangssterilisationen und -abtreibungen nutzten. Sie geht auf den Briten Francis Galton zurück, der, angeregt durch das Werk seines Cousins Charles Darwin, die „rassische Verbesserung einer Nation“ durch „gute Zucht“ als Ziel seiner Lehre sah. Das beinhaltete Maßnahmen zur „positiven Eugenik“, die vermeintlich gute Erbanlagen fördern sollten, aber auch die „negative Eugenik“, die verhindern sollte, dass vermeintlich schlechte Erbanlagen weitergegeben werden. In seinen Schriften verbreitete Francis Galton Rassismus und nannte es „sentimental“, vor der „schrittweisen Auslöschung einer niederen Rasse“ zurückzuschrecken.
Ab Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich Eugenik international durch. Armut und Elend wurden als Problem der Erbanlagen statt als Ergebnis von Ungleichheit in der Gesellschaft betrachtet. Im Sinne der „negativen Eugenik“ führten mehrere US-Bundesstaaten, Kanada, die Schweiz und später alle skandinavischen Länder Eheverbote und Zwangssterilisationen ein. In Deutschland gab die Niederlage im Ersten Weltkrieg der Eugenik einen Aufschwung. In allen politischen Lagern gab es eine breite Akzeptanz für die Lehre.


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30. Dezember 1943

Das Haupthaus der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt im Jahr 2022. Noch heute befindet sich auf dem Gelände eine psychiatrische Klinik.

Adolf Hitler befiehlt per Dekret, dass die Besatzer:innen in Dänemark zum “Gegenterror” übergehen sollen. Daraufhin werden mehrere bewaffnete Einheiten ins Leben gerufen. Eine davon ist die „Petergruppe“, benannt nach ihrem Anführer, dem SS-Hauptsturmführer Otto Schwerdt alias Peter Schäfer. In Dänemark ist sie auch unter dem Namen „Brøndumbande“ nach dem leitenden dänischen Mitglied Henning Brøndum bekannt. Zu Beginn besteht die Gruppe aus 13 Männern, von denen sechs Dänen sind. Die meisten von ihnen sind SS-Freiwillige, die bereits an der Ostfront gekämpft haben und nach einer Gelegenheit suchen, von dort wegzukommen. Angeleitet werden der “Gegenterror” und die Petergruppe unter anderem von SS-Obersturmbandführer Alfred Naujocks und SS-Standartenführer Otto Bovensiepen.

4. Januar 1944

Die Vorderseite der “Sippentafel”, die in der Anstalt Lüneburg über Therese Schubert erstellt wurde.

Der Pfarrer und Autor Kaj Munk wird am 4. Januar 1944 im Pfarrheim seines Wohnortes Vedersø von drei SS-Männern verhaftet. Einen Monat zuvor hat er in seiner Predigt im Kopenhagener Dom die Judenverfolgung der Deutschen mit deutlichen Worten angeprangert. Wolfgang Söhnlein (Däne), Otto Schwerdt alias Peter Schäfer (Deutscher) und Louis Nebel (Schweizer) bringen Kaj Munk in ein Waldstück in der Nähe von Silkeborg, wo sie ihn mit drei Schüssen ermorden. Sie hinterlassen einen Zettel bei der Leiche, auf dem in fehlerhaftem Dänisch steht:  „Du Schwein hast doch für Deutschland gearbeitet“. Es wird der erste von insgesamt 94 sogenannten „Ausgleichsmorden“ sein, die die Petergruppe begeht. Außerdem ist sie für mindestens 25 Mordversuche sowie mehr als 150 Sprengstoffattentate auf Geschäfte, Eisenbahnen und Denkmäler verantwortlich. Es soll häufig so aussehen, als hätten Widerständler die Taten begangen. Sie sollen Angst und Ablehnung gegenüber dem Widerstand im dänischen Volk schüren. Diese Taktik geht jedoch nicht auf. Am 8. Januar wird Kaj Munk unter großer Anteilnahme beerdigt. Er wird zu einer nationalen Symbolfigur des Widerstandes gegen die deutschen Besatzer:innen.

April 1944

Theo Schubert zeichnete in den 1930er Jahren dieses Bild von seiner Mutter und einer großen Hand, die sie beschützen sollte.

Im April 1944 erhält Henning im Alter von 28 Jahren eine Anstellung im Krankenhaus von Odense, der drittgrößten Stadt Dänemarks und Heimat des berühmten Autors Hans Christian Andersen. Henning zieht in eine Wohnung, die extra für Ärzt:innen des Krankenhauses bereitgehalten wird. Die Adresse lautet Kløvervænget 12B. Wenige Monate später ist Gudrun erneut schwanger. Die Mitarbeiter:innen im Odenser Krankenhaus lernen Henning als fröhlichen Kollegen kennen. Seine Patient:innen fassen aufgrund seiner ruhigen Art Vertrauen zu ihm.

Sommer 1944

NS-Propaganda aus dem Jahr 1938, das Menschen mit Behinderung entmenschlicht.

Bereits im März hat die Petergruppe ihre ersten Anschläge in Odense verübt. Ein Lehrer der Katedralskole hat den Mordversuch überlebt, doch beim Anschlag auf die Polizeistation ist der Polizist Charles Børge Johansen tödlich verwundet worden. Im Sommer 1944 schlägt die Petergruppe in Odense immer wieder zu. Sie ermorden Menschen, die auf der Liste der örtlichen Gestapo stehen, weil sie zum Beispiel eine feindselige Haltung gegenüber den Besatzer:innen nachgesagt wird. Am 26. Mai wird der Kaufmann Niels Harald Hein an seinem Schreibtisch erschossen. Der Unterwäschefabrikant Rasmus Erasmi Hansen wird wahrscheinlich aufgrund einer Verwechslung am 11. Juli in seiner Wohnung ermordet. Die Ermordung des Möbelfabrikanten Rasmus Marius Nykvist am 17. August ist der Auslöser für einen 24-stündigen Generalstreik in Odense. Der Leiter der Technischen Schule Odense hat Glück und kann im September durch schnelle medizinische Versorgung nach dem Mordanschlag gerettet werden.

Herbst 1944

Der Erlass Adolf Hitlers, der die “Aktion T4” befahl. Er wurde im Oktober 1939 zurückdatiert auf den 1. September 1939.

Auch im Herbst 1944 wird die Stadt weiter vom Terror der Petergruppe heimgesucht. Am 9. November wird der Apotheker Ulrik Dircks ermordet. Wahrscheinlich hätte der Anschlag einem anderen Mitarbeiter derselben Apotheke gelten sollen. Am 14. Dezember sprengt die Petergruppe den Odinstårn (dt. Odinsturm) in die Luft. Er war bis dahin ein Wahrzeichen der Stadt, das höchste Bauwerk Dänemarks und der zweithöchste Turm Europas.

29. Dezember 1944

Die Abschrift eines Meldebogens von 1939.

Nach einer Vorstellung im Theater von Odense wird der beliebte Schauspieler Bent von Müllen vom dänischen Nationalsozialisten Kaj Henning Bothildsen Nielsen erschossen. Der Theaterleiter Helge Rungwald entgeht am selben Tag einem Mordanschlag. Als Kaj Henning Bothildsen Nielsen an seine Tür klopft, öffnet er nicht und seine Ehefrau ruft auf dem Balkon nach Hilfe, um Aufmerksamkeit zu erregen. Um nicht als Mitglied der Petergruppe erkannt zu werden, flieht der Täter.

14. Februar 1945

Die als Duschraum getarnte Gaskammer in der heutigen Gedenkstätte in Bernburg.

Die beiden dänischen Widerstandskämpfer Harry Cecil Hansen und Vagn Gunness wurden für eine Mission ausgewählt. Sie sollen am 14. Februar 1945 das Ehepaar Stella und Peter Andreas Harkjær-Simonsen ermorden, das in Odense für seine nationalsozialistische Überzeugung und die Denunziation von Widerstandskämpfer:innen bekannt ist. Harry Cecil und Vagn suchen das Haus des Ehepaars auf. Doch es läuft nicht nach Plan, denn: Peter Andreas Harkjær-Simonsen ist ebenfalls bewaffnet. Es kommt zu einem Schusswechsel, bei dem Harry Cecil Hansen und Stella Harkjær-Simonsen tödlich getroffen werden. Die anderen beiden werden schwer verwundet ins Krankenhaus transportiert.

wenige Tage später

In Bussen der Gemeinnützigen Krankentransportgesellschaft (Gekra) wurden Menschen in die Tötungsanstalten gebracht.

Peter Andreas Harkjær-Simonsen erliegt wenige Tage nach dem Anschlag seinen Verletzungen. Vagn Gunness’ Leben kann durch eine Notoperation gerettet werden. Die deutschen Besatzer:innen wollen ihn so schnell wie möglich an einen Ort verlegen, über den sie mehr Kontrolle haben. Gegen den Protest des Klinikpersonals soll Vagn deswegen in der Gestapokaserne inhaftiert werden. Doch die dänische Widerstandsbewegung kommt den Besatzern zuvor. Sie schaffen es, Vagn rechtzeitig aus dem Krankenhaus zu befreien. Er wird die NS-Herrschaft überleben und nach Australien auswandern.

Fotografie der Tötungsanstalt Hadamar aus dem Jahr 1941, auf der ein rauchender Schornstein zu erkennen ist.

Die Gestapo auf Fünen fühlt sich vom dänischen Widerstand vorgeführt. Die Verantwortlichen wollen Rache nehmen. Ein neuer Einsatz der berüchtigten Petergruppe aus Kolding ist in Odense ohnehin schon geplant. Nun bekommt sie vom Oberst der Polizei, SS-Standartenführer, Leitung der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes Otto Bovensiepen den Befehl, sechs bis acht zufällig ausgewählte Ärzte des Odenser Krankenhauses zu ermorden.

Tötungsanstalt Hadamar

Bild von der dunklen Fassade der "Landesheilanstalt Hadamar" in Limburg, 1945.
Das Hauptgebäude der Tötungsanstalt Hadamar 1945.

Die „Landesheilanstalt Hadamar“ bei Limburg war eine der sechs “T4“-Tötungsanstalten. Wer im Jahr 1941 als Patient:in dorthin verlegt wurde, wurde (bis auf einzelne Ausnahmen) noch am selben Tag ermordet. Im Keller der Anstalt befand sich die Gaskammer. Dort wurde Kohlenmonoxid durch Rohre in einen gefliesten Raum geleitet, in dem die Opfer erstickten. Die Leichen wurden teilweise seziert und schließlich eingeäschert. Die Angehörigen erhielten aus dem Standesamt Hadamar-Mönchberg Sterbeurkunden, auf denen Todesursache und Sterbedatum falsch angegeben waren. Ihnen war zuvor in der Regel nur mitgeteilt worden, dass die Betroffenen „verlegt“ wurden.
Von August 1942 bis März 1945 waren die Überlebenschancen in Hadamar wieder sehr gering. Ca. 500 Zwangsarbeiter:innen aus der Sowjetunion und Polen wurden am Tag ihrer Ankunft ermordet. Weitere um die 4.000 Menschen starben an absichtlicher Überdosierung von Medikamenten sowie Hunger und Kälte nach Tagen, Wochen oder sogar Monaten in Hadamar.

19. Februar 1945

Auszug aus dem Sterberegister der Tötungsanstalt Hadamar mit erfundenen Todesursachen.

Die Petergruppe ist in Odense angekommen. Drei ihrer Mitglieder, der Däne Kaj Henning Bothildsen Nielsen und die zwei Deutschen Poul Lensing und Kurt Heel,  fahren am Montag den 19. Februar in einem blauen Opel Olympia zum Elektrogeschäft von Valdemar Petersen. Valdemar ist kein Widerstandskämpfer, aber auch kein Unterstützer der Deutschen. Generell ist er bei seinen Mitmenschen nicht sonderlich beliebt. Vielleicht aus einer Laune heraus hat er einem deutschen Soldaten einmal nicht verkauft, was dieser haben wollte. Die Petergruppe weiß das nicht. Ihre Mitglieder wissen nur, dass Valdemar getötet werden soll. Sie erschießen ihn, als er mit einer Zeitung hinter der Theke seines Ladens steht.

20. Februar 1945

Glassplitter in der Mauer um den Friedhof der Tötungsanstalt Hadamar sollten heimliche Beobachter:innen fernhalten.

Am frühen Morgen des nächsten Tages suchen Kaj Henning Bothildsen Nielsen, Helge Lundquist, Poul Lensing, Kurt Heel und Paul Apfel das Mehrfamilienhaus an der Adresse Kløvervænget 12B auf. Sie verschaffen sich Zutritt und laufen hoch in den dritten Stock.

Henning wacht auf, weil laut an seine Tür gehämmert wird. „Das Haus wird in die Luft gesprengt“, schreit jemand auf dem Flur. Alarmiert läuft Henning nach draußen. Vor ihm steht die Petergruppe mit Schusswaffen, die nun auf ihn gerichtet werden. Er und drei weitere junge Ärzte, Jørgen Hvalkof, Henning Magnus Adelsten Dalsgaard und Christian Fabricius Møller, werden mit vorgehaltenen Waffen von der Petergruppe gezwungen, runter ins Erdgeschoss zu gehen. Beim Eingang des Gebäudes müssen sie sich mit den Gesichtern zur Wand aufstellen. Sie werden mit Genickschüssen getötet.

später am selben Tag

Der Angeklagte Karl Brandt beim Nürnberger Ärzteprozess.

Nach der Ermordung der vier jungen Ärzte springen die Täter in ihr Fahrzeug und flüchten. Anschließend frühstücken sie in einer Bäckerei, als wäre nichts gewesen. Am Abend ermorden sie noch den Unternehmer Gustav Christgau in seiner Villa, nachdem sie seine Ehefrau und seine Kinder in einem anderen Raum eingesperrt haben. 

21. Februar 1945

In der Nacht auf den 21. Februar begeht die Petergruppe Bombenanschläge auf etwa 15 Ziele im Zentrum von Odense, darunter mehrere Geschäfte und Verlagshäuser, und hinterlässt so ein Bild der Zerstörung in der Stadt.

Um 16 Uhr findet die Trauerfeier für Henning und seine drei ermordeten Kollegen in der Krankenhauskapelle statt. Die Predigt hält Bischof Hans Øllgaard, der selbst im Widerstand aktiv ist. In einer Wochenzeitschrift für Ärzte und im Magazin seines Tennisvereins erscheinen Nachrufe auf Henning. Beide sprechen Gudrun und Marianne ihre Anteilnahme aus. Kjøbenhavns Boldklub schreibt:  „(…) Die Kugel, die in der kalten Februarnacht Hennings Leben beendete, noch bevor er 30 Jahre alt wurde, verursachte viel Schmerz. Sie beendete die vielversprechende wissenschaftliche Karriere eines jungen Mediziners und sie tötete einen außergewöhnlich tollen Menschen, der uns allen als besonders guter Kamerad und Freund in Erinnerung bleiben wird. Für Hennings junge Ehefrau und seine kleine Tochter, die nun alleine sind, ist der Schmerz unerträglich. Henning fühlte größte Liebe für die beiden und sein Tod zu einem so sinnlos frühen Zeitpunkt weckt unser tiefstes Mitgefühl für die, denen er alles bedeutet hat. Wir können es nicht glauben, dass du, Henning, nun schon fort bist. (…)

Wiedergutmachung für “Euthanasie”-
Geschädigte in der BRD

Das Bundesentschädigungsgesetz (BEG) sah ab 1953 Zahlungen für Personen vor, die „wegen ihrer politischen Überzeugungen, aus Gründen der Rasse, des Glaubens oder der Weltanschauung unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt worden sind“. Dazu zählten die Opfer von Zwangssterilisationen und “Euthanasie” nach damaliger Rechtssprechung nicht. In entsprechenden Urteilen wurden diese Verbrechen als “eugenische Maßnahmen” gerechtfertigt.

Das Allgemeine Kriegsfolgengesetz von 1957 (AKG) sollte Opfern der NS-Herrschaft Entschädigung ermöglichen, die nicht nach BEG anerkannt waren. Darunter fielen auch “Euthanasie”-Geschädigte. Das Gesetz gab den Berechtigten jedoch nur ein Jahr Zeit für Anträge. Nach dieser Frist gibt es für viele Betroffene lange keine Möglichkeit, Wiedergutmachung zu erhalten.

Erst im Jahr 1988 wurden die Härterichtlinien im Rahmen des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes (AKG-HR) erlassen. “Euthanasie”-Geschädigte, die die Antragsfrist für das AKG versäumt haben, erhielten so eine neue Möglichkeit für Entschädigungsleistungen ohne Frist. Die Voraussetzung für Kinder von Mordopfern war jedoch eine finanzielle Notlage. Außerdem durften sie zum Zeitpunkt der Ermordung nicht älter als 18 gewesen sein. Sie wurden mit einer Einmalzahlung von 5000 DM nicht für den Mord an einem oder beiden Elternteilen entschädigt, sondern für den dadurch fehlenden Unterhalt.

In 2002 entfiel die Voraussetzung einer Notlage. In den darauffolgenden Jahren wurden die Altersgrenze und die Höhe der Einmalzahlung mehrfach angehoben. Seit der Neufassung der AKG-HR im Jahr 2011 können “Euthanasie”-Geschädigte, die die Verlegung in eine Tötungsanstalt überlebt haben, eine monatliche Zahlung von 291 Euro erhalten. Von ursprünglich drei Personen, die diese Leistung erhielten, lebte am 1. November 2024 noch eine.

20. April 1945

Die Petergruppe mordet in Odense noch weiter, als die Alliierten Deutschland bereits zu großen Teilen besiegt und besetzt haben. Der Kioskbesitzer Ejner Simon Nielsen wird am 20. April 1945 in seinem Laden in der Kongensgade von der Petergruppe hingerichtet. Die Gestapo hatte ihn im Verdacht, illegale Zeitungen zu verkaufen.

4. Mai 1945

Am Abend des 4. Mai 1945 verkündet die BBC bereits über das Radio die Befreiung Dänemarks. Die Kapitulation tritt offiziell erst am nächsten Tag in Kraft. Doch die Wehrmacht in Dänemark ergibt sich, als die britischen Truppen noch ca. 150 km entfernt von der Grenze stehen.

Mai 1945

Im ehemaligen Wasserturm auf dem Klinikgelände in Lüneburg befindet sich heute eine Gedenkstätte, die sich mit der NS- “Euthanasie” befasst.

Die Däninnen:Dänen feiern das Ende der Besatzung, doch in dem chaotischen Zwischenzustand ohne funktionierende Regierung und Polizei kommt es auch zu Szenen der Plünderung und Selbstjustiz. Frauen, die Beziehungen mit deutschen Besatzern eingegangen waren, werden als “Tyskepiger” öffentlich gedemütigt. 

Juli 1945

Gudrun Ørsberg bringt Michael zur Welt, mit dem sie zum Zeitpunkt von Hennings Ermordung bereits schwanger war.

Autorin: Alina Besser

Hinweis:
Trotz großer Recherchebemühungen ist es uns nicht gelungen, für einige der verwendeten Bilder Urheber:innen bzw. Rechteinhaber:innen ausfindig zu machen. Sollten Sie Rechte an einem der verwendeten Bilder innehaben, melden Sie sich bitte bei uns unter info@nsberatung.de.

Ingelore
Prochnow

Adele
Haas

Alfred
Wödl

Baptist
Weil

Irmgard
Keun

PRIMÄRQUELLEN

Akte betreffend Sterilisation von Therese Schubert, geb. 21.04.1887 in Lüneburg; Laufzeit: 1935-1938, NLA Hann. 138 Lüneburg Acc. 102/88 Nr. 79.

Aussage von Klara Schröder, Überlebende der Tötungsanstalt Hadamar, Protokoll der Vernehmung vom 23.5.1946 in Wiesbaden, HHStA-WI, Abt. 461, Nr. 32061, Bd. 3, Bl. 139, zitiert nach Schneider, Christoph (Hg.), Hadamar von innen. Überlebendenzeugnisse und Angehörigenberichte, Berlin 2020.

Patientenakte zu Therese Schubert, geb. Keck, geb. 21.04.1887; Laufzeit: 1932-1936, NLA Hann. 155 Lüneburg Acc. 2004/066 Nr. 09481.

ONLINEQUELLEN

Arbeitsgemeinschaft Bund der “Euthanasie”-Geschädigten und Zwangssterilisierten:
euthanasiegeschaedigte-zwangssterilisierte.de

Deutscher Bundestag 2025, Aufarbeitung von NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisationen: bundestag.de

Frauen als Opfer der t4, “Euthanasie”-Gedenkstätte Lüneburg e.V: geschichte-raum-geben.de

Gedenkstätte Hadamar: gedenkstaette-hadamar.de

Landes-Heil- und Pflegeanstalt Herborn beim Informations- und Gedenkportal Gedenkort-T4: gedenkort-t4.eu

Schloss Grafeneck bei Gedenkstätten in Baden-Württemberg:
gedenkstaetten-bw.de

Zeitstrahl der wichtigsten Ereignisse und Regelungen der Wiedergutmachung: archivportal-d.de

SEKUNDÄRLITERATUR

Coché, Stefanie, Psychiatrie und Gesellschaft. Psychiatrische Einweisungspraxis im “Dritten Reich”, in der DDR und in der Bundesrepublik 1941-1963 (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft Band 218), Göttingen 2017.

Eckart, Wolfgang U., Medizingeschichte: Der Nürnberger Ärzteprozess, in: Deutsches Ärzteblatt, Ausg. 33-34/2017, online verfügbar: aerzteblatt.de

Frank, Marta Leonora, Schocktherapien in der Psychiatrischen und Nervenklinik der Hansischen Universität Friedrichsberg um 1941, in: Schwoch, Rebecca (Hg.), Umgang mit der Geschichte der NS-”Euthanasie” und Zwangssterilisation. Forschen – Lernen – Gedenken (Berichte des Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen “Euthanasie” und Zwangssterilisation Band 13), Köln 2023, S. 26-39.

Hechler, Andreas, Tradierung im Feld der NS-”Euthanasie”. Probleme der gedenkpolitischen Arbeit durch Angehörige, in Schwoch, Rebecca (Hg.), Umgang mit der Geschichte der NS-”Euthanasie” und Zwangssterilisation. Forschen – Lernen – Gedenken (Berichte des Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen “Euthanasie” und Zwangssterilisation Band 13), Köln 2023, S. 116-125.

Schmuhl, Hans-Walter, Die Patientenmorde, in: Ebbinghaus, Angelika / Dörner, Klaus (Hg.), Vernichten und heilen. Der Nürnberger Ärzteprozeß und seine Folgen, Berlin 2001, S. 295-328

Schneider, Christoph (Hg.), Hadamar von innen. Überlebendenzeugnisse und Angehörigenberichte, Berlin 2020.

BILDQUELLEN

Aktion T4 Führererlass

Erlass Adolf Hitler adressiert an Reichsleiter Bouhler und Dr. Brandt, zurückdatiert 01.09.1939, Nürnberger Prozesse Dokument PS-630, gemeinfrei, online verfügbar: commons.wikimedia.org.

Aktion T4 Meldebogen 1939

Patienten-Meldebogen, Landesarchiv Baden-Württemberg Staatsarchiv Sigmaringen, gemeinfrei, online verfügbar: landesarchiv-bw.de.

Bernburg 2006 Gaskammer

Chikri/Wikimedia, Gaskammer Bernburg, 2006, public domain, online verfügbar:
commons.wikimedia.org.

Denkmal der Grauen Busse Braunschweig 2015

Brunswyk / Wikimedia, Braunschweig Grauer Bus, 2015, CC BY-SA 3.0 DE, online verfügbar: commons.wikimedia.org.

Fröbelhaus 1904

Autor:in unbekannt, Fröbelhaus 1904, Bildarchiv Hamburg AA7170.

Ginsterhof 1934 Gebäude

Bindseil, Wilhelm, Sanatorium Ginsterhof Tötensen, Bez. Hamburg, um 1934, gemeinfrei.

Hadamar 1941 Schornstein

Autor:in unbekannt, Tötungsanstalt Hadamar mit rauchendem Schornstein, 1941, Gedenkstätte Hadamar, Sammlung, FS 4.

Hadamar 1945 Hauptgebäude

Hadamar 1945 HauptgebäudePeters, Troy A., Exterior view of the main building of the Hadamar Institute, 7.4.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #05461, National Archives and Records Administration, College Park, all rights reserved, online verfügbar: collections.ushmm.org.

Hadamar 1945 Mauer

Peters, Troy A., View of the wall surrounding the cemetery of the Hadamar Institute, 5.4.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #05444, National Archives and Records Administration, College Park, all rights reserved, online verfügbar: collections.ushmm.org.

Hadamar 1945 Sterberegister

A page of the Hadamar Institute’s death register, 1945, United States Holocaust Memorial Museum, #76282, National Archives and Records Administration, College Park, public domain, online verfügbar: collections.ushmm.org.

Jürgen und Theo Schubert 1930

Autor:in unbekannt, Jürgen und Theo Schubert um 1930, Privatbesitz Ulrike Haus.

Lüneburg 1905 Fotografie

Detroit Photographic Company, General view, Luneburg, Hanover, Germany, 1905, Library of Congress Prints and Photographs Division Washington, D.C., LOT 13411, no. 0472, online verfügbar: loc.gov.

Lüneburg 1930 Ilmenau

Müller, Johannes, Lüneburg, Häuser am Fluss, um 1930, Deutsche Fotothek, #33082195, gemeinfrei, online verfügbar: deutschefotothek.de.

Lüneburg 2015 Euthanasie-Gedenkstätte

Radler59/Wikimedia, Lueneburg Wasserturm Wienbuetteler Weg-01, 2015, CC BY-SA 3.0, online verfügbar: wikipedia.org.

Lüneburg 2022 Heil- und Pflegeanstalt Haupthaus

Rogacki-Thiemann,Birte, Die ehemalige Provinzal-Heil- und Pflegeanstalt: Haupthaus, 2022, CC-BY-SA 4.0, online verfügbar: denkmalatlas.niedersachsen.de.

Lüneburg 2024 Schillerstraße 5

Rogacki-Thiemann,Birte, Mehrfamilienhaus Schillerstraße 5 Lüneburg, Eingangsbereich in der Ostfassade, 2024, CC-BY-SA 4.0, online verfügbar: denkmalatlas.niedersachsen.de.

Nürnberger Ärzteprozess 1946 Karl Brandt

Autor:in unbekannt, Der Nürnberger Ärzteprozess, Hauptangeklagter Karl Brandt, ca. 1946, gemeinfrei, online verfügbar: commons.wikimedia.org.

Propagandaplakat 1938 Erbkranker

Autor:in unbekannt, Propagandaplakat, publiziert im Monatsheft „Neues Volk“ vom Rassenpolitischen Amt der NSDAP, um 1938, gemeinfrei, online verfügbar:
wikimedia.org.

Rassenhygiene 1920 Schaubild

Fetscher, Rainer, „Die Minderwertigen vermehren sich stärker als die gesunde Bevölkerung“, 1920 erschienen in: ders., Grundzüge der Rassenhygiene, gemeinfrei.

Schloss Hartheim Bus mit Fahrer um 1940

Autor:in unbekannt, Schloss Hartheim: Bus mit Fahrer, evtl. 1940, Niedernhart Prozess, Dokumentationsstelle Hartheim.

Theo Schubert 1930er Zeichnung

Schubert, Theo, Zeichnung aus den 1930er Jahren, Privatbesitz Ulrike Haus.

Therese Schubert geb. Keck 1887

Autor:in unbekannt, Therese Schubert geb. Keck 1887, Privatbesitz Ulrike Haus.

Therese Schubert geb. Keck 1916

Autor:in unbekannt, Therese Schubert geb. Keck 1916, Privatbesitz Ulrike Haus.

Therese Schubert geb. Keck 1920

Autor:in unbekannt, Therese Schubert geb. Keck 1920, Privatbesitz Ulrike Haus.

Therese Schubert geb. Keck 1920 mit Heinrich Schubert Hochzeitsfoto

Autor:in unbekannt, Therese Schubert geb. Keck und Heinrich Schubert, 21.9.1920, Privatbesitz Ulrike Haus.

Therese Schubert geb. Keck 1932 Amtsärztliches Gutachten

Amtsärztliches Gutachten über Therese Schubert, 23.11.1932, “Euthanasie”-Gedenkstätte Lüneburg.

Therese Schubert 1932 Charakteristikbogen Lüneburg

Charakteristikbogen, 1932, Patientenakte zu Therese Schubert, geb. Keck, geb. 21.04.1887; Laufzeit: 1932-1936, NLA Hann. 155 Lüneburg Acc. 2004/066 Nr. 09481.

Therese Schubert 1935 Anzeige aus Uelsby

Anzeige aus Uelsby, 1935, Akte betreffend Sterilisation von Therese Schubert, geb. 21.04.1887 in Lüneburg; Laufzeit: 1935-1938, NLA Hann. 138 Lüneburg Acc. 102/88 Nr. 79.

Therese Schubert 1936 Sippentafel Umschlag

“Sippentafel” Umschlag, 1936, Akte betreffend Sterilisation von Therese Schubert, geb. 21.04.1887 in Lüneburg; Laufzeit: 1935-1938, NLA Hann. 138 Lüneburg Acc. 102/88 Nr. 79.

ZUSÄTZLICH VERWENDETES QUELLENMATERIAL AUF UNSEREN SOCIAL MEDIA KANÄLEN

Adolf Wahlmann 1945

Peters, Troy A.,Dr. Adolf Wahlmann (…) poses next to a barred window at the euthanasia facility where he is being held prisoner by American authorities., 05.04.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #05464, National Archives and Records Administration, College Park, public domain, online verfügbar:
collections.ushmm.org.

Aktion T4 Philipp Bouhler am Schreibtisch_q

Autor:in unbekannt, Philipp Bouhler works at his desk, United States Holocaust Memorial Museum, #75298, National Archives and Records Administration, College Park, all rights reserved, online verfügbar:
collections.ushmm.org.

Eugenik Francis Galton 1890er

Myers, Evelee, Portrait Francis Galton, 1890er Jahre, gemeinfrei.

Hadamar 1945 Morphinflaschen

Peters, Troy A., Bottles of morphine solution found by war crimes investigators at the Hadamar Instutute (sic), 5.4.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #05441, National Archives and Records Administration, College Park, all rights reserved, online verfügbar:
wikimedia.org.

Hadamar 1945 Rückansicht

Peters, Troy A., View of the Hadamar Institute, 7.4.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #05456, National Archives and Records Administration, College Park, all rights reserved, online verfügbar:
wikimedia.org.

Hadamar 1945 Todestrakt

Peters, Troy A., View of a corridor at the Hadamar Institute called „Death Row“, 5.4.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #05439, National Archives and Records Administration, College Park, all rights reserved, online verfügbar:
wikimedia.org.

Hadamar 1945 Überlebender am Fenster

Peters, Troy A., A survivor looks out a barred window at the Hadamar Institute, 5.4.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #05557, National Archives and Records Administration, College Park, all rights reserved, online verfügbar:
wikimedia.org.

Hadamar 1945 Überlebende und Soldat

Peters, Troy A., Lt. Alexander J. Wedderburn (…) questions elderly survivors who are lying in bed at the Hadamar Institute, 5.4.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #05446, National Archives and Records Administration, College Park, all rights reserved, online verfügbar:
wikimedia.org.

Hadamar 2008 Busgarage

Thies, Volker, Hadamar Gedenkstätte Schuppen, 2008, CC BY-SA 3.0, online verfügbar:
wikimedia.org.

Heinrich Ruoff, Oberpfleger in Hadamar

Carroll, Peter, Germany Hadamar Mass Murder Trial, 19.10.1945, picture alliance / ASSOCIATED PRESS, 373253413.

Irmgard Huber Alfons Klein 1945

Autor:in unbekannt, Irmgard Huber (…) confers with counsel during a session of the Hadamar euthanasia facility trial in Wiesbaden, Germany, 09.10.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #11680, National Archives and Records Administration, College Park, public domain, online verfügbar:
collections.ushmm.org.

Karl Willig 1945

Peters, Troy A., Karl Willig (…) poses next to a barred window at the euthanasia facility where he is being held prisoner by American authorities, 05.04.1945, United States Holocaust Memorial Museum, #05467, National Archives and Records Administration, College Park, public domain, online verfügbar:
collections.ushmm.org.

Nürnberger Ärzteprozess 1946 Karl Brandt

Autor:in unbekannt, Der Nürnberger Ärzteprozess, Hauptangeklagter Karl Brandt, ca. 1946, gemeinfrei, online verfügbar:
collections.ushmm.org.

Nürnberger Ärzteprozesse 1946 Viktor Brack

Autor:in unbekannt, Victor (sic) Brack on the first day of his testimony in his own defense during the Doctors Trial, 25.10.1946, United States Holocaust Memorial Museum, #81968, National Archives and Records Administration, College Park, public domain, online verfügbar:
collections.ushmm.org.

Rassenhygiene 1935 Ausstellung Blutsfragen des Bauertums

Autor:in unbekannt, Ausstellung „Blutsfragen des Bauerntums“, 1935 erschienen in: Volk und Rasse, Rechteinhaber:in unbekannt.

Schloss Hartheim Personal um 1940

Autor:in unbekannt, Group portrait of the staff of the Hartheim euthanasia facility relaxing with an accordion, United States Holocaust Memorial Museum, #31162, National Archives and Records Administration, College Park, public domain, online verfügbar:
collections.ushmm.org.